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- Der Tagesspiegel (11. November 04)
- Le Temps (06. November 04)
- 24 heures (26. Oktober 04)
- Deseret News (20. Februar 03)
- CD Goldberg Variations (Claves Records)
Lauthals lacht Cédric Pescia auf dem Cover seiner Debüt-CD – und das darf man durchaus als Motto verstehen, unter dem der junge Schweizer Pianist Bachs Goldberg-Variationen angeht. Weit entfernt davon, sich durch die erdrückende Konkurrenz von Glenn Gould bis Angela Hewitt auch nur im Geringsten einschüchtern zu lassen, erobert sich Pescia den Zyklus auf eine ganz persönliche Art. Seine Goldberg-Variationen sind dreißig Variationen über das Lachen, vorangetrieben von unbezähmbarer Spiellust: Die Ornamente und Triller, die er hin und wieder einstreut, blitzen vor Übermut, in den kanonischen Variationen, die den Zyklus gliedern, scheint jede Stimme die folgende mit ihrer guten Laune anzustecken. Selbst die große 25. Variation, bei vielen Pianisten ein Abstieg in barocke Totengrüfte, wird bei Pescia zum sanften Nocturne, ordnet sich als Lächeln unter Tränen stimmig in die Gesamtdramaturgie ein. Wiederholungen lässt er fort, aber die würden auch nur stören. Denn der Impetus, mit dem Pescia das Werk angeht, elektrisiert nicht nur die einzelnen Variationen, sondern spannt das Werk zugleich unter einen großen Bogen: Nach jeder Etappe bleibt ein Energieüberschuss übrig, der die Kettenreaktion fortsetzt – solange, bis das Endprodukt einer gelösten, in sich ruhenden Zufriedenheit erreicht ist.
Cédric Pescia
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