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Im fünften Doppelalbum von Claves’Jubiläumszyklus der Klavierwerke Schumanns kommt erneut
Cédric Pescia zu Wort, neben Finghin Collins und Francesco Piemontesi Dritter im Bunde der jungen Pianisten, die von des Claves-Leuten für diese Aufgabe verpflichtet wurden. Pescias Programm führt abwechslungsreich und attraktiv Bekanntes und weniger Bekanntes aus verschiedenen Schaffensperioden des Komponisten zusammen und kann daher gut auch für sich als Schumann-Starter bestehen.
Dem Schweizer, Jahrgang 1976 und in Lausanne geboren, sind in dieser Koproduktion mit Deutschlandradio Kultur Darstellungen von eindrucksvoller Sorgfalt und Geschlossenheit gelungen. Er spielt mit rundem Ton, lässt den Klang nie unkontrolliert ausufern, schlägt moit seinen Tempi nie über die Stränge und gestaltet mit unaufdringlicher, aber stetiger Entschiedenheit. Pescias Spiel erweckt zu keinem Augenblick des Eindruck, Finger und Musik seien gedankenlos „laufen gelassen". lm Gegenteil : Wie er- nurein Beispiel! -im Mittelteil des „Pantalon et Colombine" aus dem „Carnaval" mit der bekannt heiklen Stelle der Sektenpassage fertig wird, ohne dass auch nur für einen Augenblick der Eindruck des Unorganischen, Bemühten entsteht, ist schun aller Hochachtung wert.
Vorwiegend beherrscht bleibt Pescia allerdings auch im Expressiven. Zur Romantik in Schumanns Musik häit er eine gewisse Distanz. Deren schwärmerischer oder auch stürmischer Duktus kommt unter seines Händen vergleichsweise nüchtern und neutral heraus, in ihren überraschenden Harmoniewendungen, Fermaten oder (in der letzten Novellette) Zitaten klingt nichts Visionäres mit. -Wie auch immer: Wer's „objektiv" mag, ist bei Pescia in sehr guten Händen.
Ingo Harden
Cédric Pescia
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